31.07.2017

Syrien! Syrien?

Städte wie Aleppo, Damaskus oder Palmyra kennen wir aus den Nachrichten. Syrien ist aber mehr. Mehr als ein Krieg.

Geflüchtete Syrerinnen und Syrer, die in Jena eine neue Heimat gefunden haben, gaben mit der Veranstaltung „Syrien – Mehr als ein Krieg“ im Haus auf der Mauer einen Einblick in Ihre Heimat. Über mehrere Wochen recherchierten sie Fakten und Geschichten über ihr Land. Schwierig war vor allem eine adäquate Übersetzung arabischer Texte zu finden“, meint Salim. Er stellte den syrischen Dichter Nizar Qabbani vor. Salim und sein Freund Ayham sind sich einig: „In Damaskus duftet es überall nach Jasmin. Das fehlt uns hier in Deutschland“. Die Schwestern Sara und Dyala Mannaa berichteten vom Olivenanbau in ihrer Heimat. Sie alle trauten sich das erste Mal mit der neu erlernten Sprache auf die Bühne und wurden mit langem Applaus belohnt. Gegen Ende erzählte Petra Müller von ihren Erfahrungen als Deutsch-Lehrerin im Syrien der 1980er Jahre. „Wir hatten eine bessere Wohnung als in der DDR“, erinnert sich Petra. Auf ihren Reisen im Land waren sie als Ausländer damals noch die Ausnahme. Natürlich durften auch syrische Musik und Köstlichkeiten aus Syrien nicht fehlen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Teilhabe durch Engagement“ statt. Dieses Projekt legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Engagementförderung für und von geflüchteten Mitbürgern. Durch das von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. geförderte Projekt werden geflüchtete Menschen dazu ermutigt sich in Gemeinschaft mit anderen Freiwilligen für die Gesellschaft zu engagieren und damit ein wesentliches Merkmal der Demokratie –  die Beteiligung –  selbst zu erfahren und zu gestalten.

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