06.04.2018 - 07.04.2018

Tagung „Jena nach dem langen Sommer der Migration"

Gemeinsam mit dem Refugee Law Clinic Jena e.V. laden wir Engagierte, Interessierte, Haupt- und Ehrenamtliche zur Tagung "Jena nach dem langen Sommer der Migration - transdisziplinäre Perspektiven zu Flucht und Migration".

Nach dem Ende des langen Sommers der Migration und den darauffolgenden Grenzschließungen, Gesetzesverschärfungen und den  Gegenbewegungen in der Öffentlichkeit stehen wir heute in der Unterstützung von Geflüchteten vor neuen Herausforderungen. Wo 2015 und 2016 die humanitäre Hilfe an vorderster Stelle stand, stellt sich uns heute die Frage, wie eine gelungene Integration nachhaltig realisiert werden kann. Zugleich müssen wir als engagierte Zivilgesellschaft, Initiativen, Stiftungen und Vereine Wege finden, sinnvoll und motiviert weiterzuarbeiten. In der Arbeitstagung „Jena nach dem langen Sommer der Migration“ möchten wir die beiden genannten Aspekte aufgreifen und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln.

Erklärtes Ziel der Arbeitstagung ist die Förderung und Unterstützung des aktiven Engagements mit Geflüchteten bei gleichzeitiger Auseinandersetzung und Reflexion der eigenen Praxis als auch der Bedingungen, unter denen ein zivilgesellschaftliches Engagement heute möglich wird.

Die Tagung verschreibt sich dergestalt der Aufarbeitung und Reflexion des langen Sommers der Migration 2015, der Änderungen im Flüchtlingsrecht und im Asylverfahren, der Migrations- und Fluchtbewegungen der letzten Jahre, der mit ihnen einhergehenden Herausforderungen und den Bedingungen zivilgesellschaftlichen Engagements.

 

Programm

Freitag, 6. April 2018 – Rosensäle (Fürstengraben 27)

Moderation: Luise Zimmermann und Eckart Hesse

 

Ab 13:30 Uhr – Anmeldung

14:00 Uhr – Eröffnung, Begrüßung und Vorstellung der Themenblöcke – Philipp Millius (Bürgerstiftung Jena)

Block I: Perspektiven zum langen Sommer der Migration 2015

14:30 - 16:30 Uhr – Impuls: Der lange Sommer der Migration 2015 - ein Ereignis gesellschaftlicher Kämpfe – Maximilian Pichl (Uni Kassel)

"Deswegen setzen wir unsere Anstrengungen fort, die Migrationsbewegungen nach Deutschland und Europa angemessen mit Blick auf die Integrationsfähigkeit der Gesellschaft zu steuern und zu begrenzen, damit sich eine Situation wie 2015 nicht wiederholt."So steht es im Sondierungspapier der Großen Koalition zwischen CDU/CSU und SPD vom Januar 2018. Das Papier lässt aber die Frage offen, welche Situation genau aus 2015 sich nicht wiederholen darf? Im öffentlichen Diskurs wird der "Sommer 2015" verkürzt als "Grenzöffnung" durch die Bundeskanzlerin Angela Merkel beschrieben. Der Vortrag lenkt den Blick indes auf die wesentlichen Gründe, die die Fluchtbewegungen zum damaligen Zeitpunkt auslösten und ermöglichten: Darunter fallen die zahlreichen Rechtskämpfe vor Gericht gegen das Dubliner Zuständigkeitssystem, die Einstellung völkerrechtswidriger Push-Back-Operationen auf dem Mittelmeer und auf der Ägäis und nicht zuletzt der eigensinnigen Bewegungen der Geflüchteten selbst.

Maximilian Pichl, hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft in Frankfurt am Main studiert. Zwischen 2015 und 2017 arbeitete er als rechtspolitischer Referent für die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL e.V. Aktuell forscht er in einem Projekt der Hans-Böckler-Stiftung an der Universität Kassel zur Krise der EU-Migrationspolitik im Kontext des Sommers der Migration 2015. Seine weiteren Schwerpunkte sind Kritische Rechtstheorie, Verfassungsrecht und Rechtsextremismus.

16:30 - 17 Uhr – Kaffeepause und Imbiss

17:00 - 18:30 Uhr – Impuls: Dunkeldeutschland ist immer und überall – Dr. Matthias Quent (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft)

Die Bevölkerung in Deutschland und Europa reagierte gespalten auf den „Sommer der Migration“: Solidarität und Hilfe stehen Rechtsradikalismus und Gewalt gegenüber. Rassistisches Handeln - von allgegenwärtigen Diskriminierungen, flüchtlingsfeindlichen Mobilisierungen bis zum rechten Terrorismus - schüchtert Menschen ein und treibt Demokratie und Humanismus in die Defensive – längst nicht nur in Ostdeutschland. Im Vortrag werden Hintergründe, Verläufe und Narrative der Anti-Asyl-Agitationen rekonstruiert und Schlussfolgerungen für Politik und Gesellschaft diskutiert.

Dr. Quent studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und University of Leicester (England). Er promovierte über die Zusammenhänge und Dynamiken der individuellen, gruppalen und gesellschaftlichen Einflüsse auf die Radikalisierung des rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). Er war Sachverständiger für Untersuchungsausschüsse des Thüringer Landtags (2012 & 2017) sowie des Deutschen Bundestags (2016) sowie im sächsischen Landtag (2017). 2012 erhielt Quent den Nachwuchspreis des Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus/ Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf und 2016 den Preis für Zivilcourage der Stadt Jena. Quent ist u.a. Mitglied im Institut für Protest- und Bewegungsforschung sowie im Vorstand von Mobit e.V. Seit August 2016 leitet Quent das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft.

 

18:30 Uhr – Podiumsdiskussion:
"Es ist uns keine Ehre" - Herausforderungen und Bedingungen zivilgesellschaftlichen Engagements nach dem langen Sommer der Migration

 

Samstag, 07. April 2018 - Internationales Centrum „Haus auf der Mauer“ (Johannisplatz 26)

 

Block II: Recht auf Rechte – Perspektiven zum Flüchtlingsbegriff

09:00 - 10:00 Uhr – Einführung Flucht und Asyl in Thüringen – Juliane Kemnitz (Flüchtlingsrat Thüringen)

In der Einführung zu "Flucht und Asyl in Thüringen" gibt es nach einem kurzen Überblick über aktuelle Zahlen eine Einführung in die Grundfragen des Asylrechts in Thüringen. Dazu gehört ein Überblick über den Ablauf des Asylverfahrens und die Aufenthaltsrechtliche Situation nach dem Asylverfahren.

Juliane Kemnitz, Mitarbeiterin beim Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

10:00 - 12:00 Uhr – Aktuelle Schlaglichter aus dem Flüchtlingsrecht – Dr. Christian Scheibenhof (Rechtsanwalt)

Im Vortrag sollen aktuelle Schlaglichter aus dem Flüchtlingsrecht besprochen und den Teilnehmer*innen ein Überblick über die gegenwärtige Rechtsprechung verschafft werden. Themen werden daher die Lage der Rechtsprechung zum Familiennachzug, der Stand der Rechtsprechung zu den wichtigsten Herkunftsstaaten in Thüringen und der Stand der Rechtsprechung zu Dublin-Problematiken sein.

Dr. Christian Scheibenhof, Fachanwalt für Sozial-, Verwaltungs- und Migrationsrecht in Erfurt, Ausbilder der "Refugee Law Clinic Jena e.V." und im Vorstand des "Flüchtlingsrat Thüringen e.V.".

12:00 - 13:30 Uhr – Mittagessen

13:30 - 15:30 Uhr – Forenblock I

1. Demokratie und Flüchtlingsschutz: Überlegungen zu einem Kosmopolitismus "von unten" – Dr. Daniel Kersting (Uni Jena)

Der internationale Flüchtlingsschutz ist menschenrechtlich begründet. Als solcher soll er gelten und Wirkung entfalten unabhängig davon, ob die Bürger*innen eines Staates das gut finden, oder nicht, ob sie „Pro-Flüchtlinge“ sind, oder in ihrer Nachbarschaft lieber unter sich bleiben wollen. Die gegenwärtigen politischen Entwicklungen in Europa und die Verschärfungen des Asylrechts seit 2015 in Deutschland lassen jedoch Zweifel daran aufkommen, dass ein solcher rein auf Menschenrechte abzielender Flüchtlingsschutz ohne demokratische Mehrheiten durchsetzbar ist. Wie aber könnte eine Demokratisierung des Flüchtlingsschutzes gestaltet werden? Welche Rolle spielen dabei die bereits etablierten Strukturen der Selbstorganisationen von Geflüchteten und ihre Proteste und Aktionen der letzten Jahre? Und wie müssten Prozeduren demokratischer Mitbestimmung organisiert sein, damit die errungenen Rechte von Geflüchteten im Spiel der politischen Kräfte nicht zerrieben, sondern gestärkt und weiterentwickelt werden?

Ziel des Workshops ist es, für die Komplexität dieser Fragen zu sensibilisieren und gemeinsam darüber nachzudenken, wie ein Kosmopolitismus „von unten“ gestaltet werden könnte.

Daniel Kersting ist seit April 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie der Friedrich-Schiller-Universität Jena und arbeitet derzeit zu den Themen Demokratie, Kosmopolitismus und Flüchtlingsbegriff; Promotion im Fach Philosophie an der Philipps-Universität Marburg mit einer Arbeit über die personale Bedeutung des menschlichen Todes; weitere Forschungsinteressen liegen im Bereich der Didaktik der Philosophie und der feministischen Philosophie.

2. Migrationsmanagement: Die Neoliberalisierung des Asylverfahrens – Maximilian Pichl (Uni Kassel)

Das Asylverfahren ist seit 2015 einem grundlegenden Wandel unterworfen. Das beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angesiedelte Asylverfahren wurde durch private Unternehmensberatungen wie McKinsey und Roland Berger im Sinne eines neoliberalen Effizienzprinzips "optimiert". Der Workshop rekonstruiert die einschlägigen Änderungen im Asylverfahren und erläutert was Neoliberalisierung in diesem Kontext bedeutet. Darüber hinaus werden Strategien von Rechtsanwält*innen vorgestellt, die versuchen auf dem gerichtlichen Weg das Sachaufklärungsprinzip im Asylverfahren gegenüber einem effizien-ten Verfahren zu behaupten.

Maximilian Pichl, hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft in Frankfurt am Main studiert. Zwischen 2015 und 2017 arbeitete er als rechtspolitischer Referent für die Menschenrechtsorganisation PRO ASYL e.V. Aktuell forscht er in einem Projekt der Hans-Böckler-Stiftung an der Universität Kassel zur Krise der EU-Migrationspolitik im Kontext des Sommers der Migration 2015. Seine weiteren Schwerpunkte sind Kritische Rechtstheorie, Verfassungsrecht und Rechtsextremis-mus.

 

3. Migrant*Innenselbstorganisationen und politische Partizipation – Daria Ankudinova (DaMigra)

Migrantinnen*selbstorganisationen verstehen sich als Experten für politische Partizipation. Nach dem kurzen Impulsreferat zum Thema „Chancen und Herausforderungen der Migrantinnen*selbstorganisationen in Bezug auf die politische Partizipation “ erarbeiten wir in Kleingruppen bestehende Probleme und Lösungen nach der Sandwich-Methode.

Daria Ankudinova, geboren 1983 in Russland, freiberufliche Dozentin für Deutsch und Englisch als Fremdsprache und Referentin für politische Bildung, engagiert sich seit über 10 Jahren sozial und (hochschul-)politisch. Seit Anfang 2017 ist sie bei DaMigra e.V. als Ehrenamtliche, Dolmetscherin und Referentin aktiv, seit Anfang 2018 koordiniert sie das DaMigra-Projekt „Gleichberechtigte politische Teilhabe für Migrantinnen*“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

4. Arbeit und Anerkennung: Integration in den Arbeitsmarkt – Kirstin von Gräfe und Anett Reiche (IQ Netzwerk)

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam den Fokus auf Geflüchtete auf dem Weg in den Arbeitsmarkt lenken. Impulse zu den Fragen „Wie können Geflüchtete mit und ohne gesicherten Aufenthalt derzeit in Thüringen in den Arbeitsmarkt einsteigen?“ und „Wie gut können Geflüchtete ihre mitgebrachten Qualifikationen für die Arbeit in Thüringen nutzen?“ bilden den Einstieg. Wir freuen uns mit Ihnen in einen praxisnahen Austausch zu gehen. Wir wollen mit Ihnen gemeinsam die derzeitigen Herausforderungen aufzeigen, Lösungsmöglichkeiten zusammentragen und Zuständigkeiten benennen.

Kirstin v. Gräfe: Juristin mit langjähriger Erfahrung und Spezialisierung in der Arbeitsmigration, insb. in der Beratung von Unternehmen und interessierten internationalen Arbeitskräften, seit 2016 Projektleiterin der Servicestelle Zuwanderung im IQ Landesnetzwerk Thüringen www.iq-thueringen.de

Anett Reiche: M.A. Management von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Dipl. Psych. unterstützt seit 2017 das BLEIBdran Netzwerk (IvAF Netzwerk Thüringen) mit Fokus auf Geflüchteten mit unsicherem Aufenthalt, seit 2009 ist sie im Bereich Anerkennung ausländischer Abschlüsse tätig, seit 2017 Projektleiterin der Servicestelle Anerkennung im IQ Landesnetzwerk Thüringen

 

Block III: Austausch und Reflexion - Herausforderungen meistern, Lösungen finden

16:00 - 18:00 Uhr – Forenblock II

5. Die neue Kultur des Helfens und die Renaissance des Ehrenamtes – Christine Sommer (TMMJV)

Im Forum soll der Blick auf aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen in der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten gerichtet werden. Es geht u. a. um Fragen, wie das Ehrenamt weitermachen möchte, nachdem bestimmte Engagementfelder nicht mehr so stark nachgefragt werden, wie man Menschen in den Alltag integrieren möchte und wie man in den verschiedensten Bereichen des Ehrenamtes diese besondere und verantwortungsvolle Aufgabe bislang meisterte und künftig meistern möchte. Im gemeinsamen Diskurs sollen zudem Praxisanregungen sowie Handlungsempfehlungen zur Gewinnung und verstärkten Einbindung von Migrantinnen und Migranten in bestehende und neue ehrenamtliche Strukturen erarbeitet werden.

Christine Sommer, Ehrenamtskoordinatorin im Büro der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge des Freistaats Thüringen.

6. Wie gelingt „Integration durch Sprache“? – Dorothea Spaniel-Weise (Uni Jena)

Nicht erst seit Sommer 2015 engagieren sich Menschen in Flüchtlingsfreundeskreisen, Sprachpatenprojekten und Freiwilligeninitiativen vielerorts, um Geflüchtete im Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen. Neben Grundlagenseminaren zu didaktisch-methodischen Prinzipien des Deutschunterrichts an universitären Standorten, an denen eine Ausbildung im Unterrichten des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache erfolgt, werden ehrenamtlichen Sprachbegleiter zu den Themen „Sprache und Migration“, „interkulturelle Kompetenz“ sowie „Spracherwerb“ in Workshops verschiedener Akteure (z.B. die Bürgerstiftung in Jena oder das Sprachnetz Thüringen) geschult. Dabei gilt es auszuloten, welche Qualifizierung ehrenamtliche Sprachbegleiter brauchen und  wo ggfs. zu ausgebildeten Sprachlehrenden eine Abgrenzung notwendig ist.

Dabei ist mit der im November 2016 in Kraft getretenen Änderung der Zugangsvoraussetzungen für staatlich geförderte Integrationskurse (BAMF) der Bedarf an Angeboten zur Erstorientierung Deutsch im Ehrenamt zwar gesunken, aber es besteht weiterhin Bedarf an Angeboten für besondere Zielgruppen wie Alpha-Lerner*innen, Lernern mit Lernschwierigkeiten, Personen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus oder Frauen mit kleinen Kindern. Zudem sollen Sprachkurse zunehmend die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Auf ehrenamtliche Sprachbegleiter kommen somit neue Aufgaben zu: aus der Erstorientierung wird eine Orientierung in Politik, Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Es bleibt also weiterhin wichtig, im Gespräch zu bleiben und nach Modellen zu suchen, wie Integration durch Sprache gelingen kann.

Dorothea Spaniel-Weise, M.A.: seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache  & Interkulturelle Studien der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Lehrerfortbildnerin im Bereich Didaktik/Methodik des DaF/DaZ, Autorin und Tutorin im online-Fortbildungsprogramm des Goethe-Institutes Deutsch Lehren und Lernen (DLL), Flüchtlingspatin

7. Besondere Herausforderungen in der Beteiligung geflüchteter Frauen – Dr. Beatrice Osdrowski (Frauenzentrum Towanda)

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam herausfinden, welche besonderen Herausforderungen es zu meistern gilt, um speziell geflüchtete Frauen als Zielgruppe anzusprechen und zu erreichen. Immer wieder fällt auf, dass die Frauen nur selten und in geringer Zahl an sogenannten allgemeinen oder gemischten Angeboten teilnehmen. Im Frauenzentrum TOWANDA Jena e. V. hingegen machen wir die Erfahrung, dass die Frauen gerne und oft an frauenspezifischen Veranstaltungen und Angeboten teilnehmen und sich in unseren geschützten Räumen sicher und wohl fühlen. Gemeinsam mit Euch und Ihnen sowie mit geflüchteten Frauen als Expertinnen möchte ich Ideen dafür entwickeln, wie Frauen auch bei anderen Angeboten stets mitgedacht werden können, damit auch sie die Gelegenheit erhalten, aktiv an unserer Gesellschaft zu partizipieren.

Dr. Beatrice Osdrowski (Literatur- und Erziehungswissenschaftlerin, Systemische und Trauma-Beraterin, wendo-Trainerin) ist seit 2013 hauptamtliche Koordinatorin im Frauenzentrum TOWANDA Jena e. V. Dort finden seit Herbst 2015 zahlreiche Kurse und Veranstaltungen sowie Sozialberatung für geflüchtete Frauen und ihre Kinder statt. Beatrice Osdrowski engagiert sich zudem in verschiedenen Netzwerken und privat für die Integration in Jena lebender geflüchteter Frauen und ihrer Familien.

8. Laut werden gegen Rechts: Presse und Öffentlichkeitsarbeit von Initiativen – Martin Arnold (FlüRa/Projekt Cora)

Von gezielter Hetze bis rechtsextremer Mobilmachung - Initiativen und deren Engagierte sehen sich vielerorts mit einer rassistischen Stimmungslage konfrontiert. Wie können Initiativen ihre Außenwirkung und Gegenrede stärken, um dagegen erfolgreich anzugehen? Wir tauschen uns im Workshop über Praxiserfahrungen bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus und arbeiten gemeinsam an der Frage,  was eine gute Öffentlichkeitsarbeit braucht.

Martin M. Arnold, Mitarbeiter beim Flüchtlingsrat Thüringen e.V. im Projekt [CoRa]

 

18:00 Uhr – Come together: Abendessen und Bar bei Musikbegleitung

 

Donnerstag, 19. April 2018 - Rathausrunde in der Rathausdiele (Markt 1)

19:00 - Gespräch und Diskussion – öffentliche Vorstellung der Tagungsergebnisse im Rathaus der Stadt Jena für eine interessierte Öffentlichkeit und Verantwortungsträger der Stadt unter der Fragestellung: Wie können wir sinnvoll und motiviert weiterarbeiten, Herausforderungen identifizieren und mögliche Lösungswege entwickeln?

 

Änderungen des Programms sind vorbehalten.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Ansprechpartner

Philipp Millius (Ankommenspaten)

Philipp Millius
Koordinator Ankommenspatenschaften
Tel: 03641 6392920
Mobil: 0176 57931654 (whatsapp)
E-Mail: ankommenspaten@buergerstiftung-jena.de

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